Ratgeber
Welches Schweißgerät für Einsteiger? MMA vs. MIG/MAG im Vergleich
Wer Zaunteile oder Zierteile selbst zusammenschweißen möchte, steht schnell vor der Frage: MMA (Elektrodenschweißen) oder MIG/MAG (Schutzgas-Drahtschweißen)? Beide Verfahren eignen sich für Zaunbau, aber sie unterscheiden sich deutlich in Handhabung, Kosten und Ergebnis.
MMA-Schweißen (Elektrode)
Beim MMA-Verfahren brennt eine Stabelektrode ab und bildet die Schweißnaht. Vorteile: günstige Geräte, robust, funktioniert auch bei Wind im Freien und auf leicht verschmutztem Material — praktisch beim Arbeiten direkt am Zaun vor Ort. Nachteil: die Naht braucht mehr Übung, um sauber zu werden, und nach jeder Elektrode muss man nachfassen.
MIG/MAG-Schweißen (Schutzgas)
Hier wird ein Drahtvorschub kontinuierlich zugeführt, geschützt durch Gas. Vorteile: schnelleres, saubereres Arbeiten, besonders geeignet für dünnere Zaunprofile und filigrane Zierteile. Nachteil: empfindlicher bei Wind (daher eher für die Werkstatt als draußen), und die Geräte sind in der Anschaffung etwas teurer.
Unsere Empfehlung für Einsteiger
Wer hauptsächlich draußen am fertig aufgestellten Zaun arbeitet (z. B. Reparaturen, einzelne Zierteile nachrüsten), ist mit einem MMA-Inverter-Schweißgerät gut bedient. Wer viele Zierteile in der Werkstatt vorbereitet und Wert auf saubere Nähte legt, greift besser zu einem MIG/MAG-Schweißgerät.
Sicherheit nicht vergessen
Unabhängig vom Verfahren gehören eine Automatik-Schweißmaske und hitzebeständige Handschuhe zur Grundausstattung — Augen und Hände sind beim Schweißen besonders gefährdet.
Mehr zum Aufbau eines eigenen Zierzauns lesen Sie in unserem Artikel Zierzaun selbst bauen.